Training

Ein Traum wird wahr – wer hätte das gedacht…

Träume wahr werden lassen, das klingt doch magisch!

Als ich vor vielen Jahren mit dem Laufsport angefangen habe, habe ich jeden, der eine Marathon-Distanz absolviert hat, als wahnsinnig eingestuft 🙂 (tue ich übrigens immer noch). Nichtsdestotrotz hatte ich damals schon einen Pakt mit mir geschlossen: Wenn ich jemals nach New York gehen sollte, dann werde ich dort den Marathon laufen und ins Ziel kommen.

Mit der Zeit und vielen weiteren Laufstunden ist dieses Ziel tatsächlich auch immer näher gekommen und was kann ich sagen, am 03. November 2019 sollte es soweit sein. Warum das Überqueren der Startlinie für mich schon ein magischer Moment war und im Laufe der Vorbereitung zu einem fast unerreichbaren Ziel wurde, könnt ihr weiter unten lesen. Was ich vorweg nehmen kann, ich bin ins Ziel gekommen und es war einfach nur geil! Warum der Weg dorthin aber alles andere als zuversichtlich war, hier mehr dazu.

2019 war für mich das Jahr der ersten Triathlons, hier habe ich Blut geleckt 🙂 Mit den ersten olympischen Distanzen in den Beinen habe ich mich voller Tatendrang im Spätsommer in die Marathonvorbereitung (danke an Jorge Sports & Travel) gestützt. Um nach einigen Wochen spezifischem Lauftraining auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden –> Selbstdiagnose leichter Faserriss im linken Oberschenkel. Na vielen Dank auch. Zu allem Überfluss auch noch ein zickiger Kollege, der trotz Schonung und Alternativsport einfach nicht verschwinden wollte.

Ende Oktober sind wir dann zusammen nach New York geflogen, um ein paar Tage vor dem Marathon noch die Stadt die niemals schläft zu erkunden. Was hatte ich im Gepäck?

  • 1 Lauf mit 28km
  • 6 Wochen Trainingspause
  • Laufschuhe, Gels und die richtige Marathonbekleidung zuhause gelassen – NYC Marathon ist in der Pause in weite Ferne gerutscht. Schließlich wollte ich mich für das Wintertraining für die Triathlon Mitteldistanz schonen, um wieder ganz fit zu werden

Bis zum Donnerstag vor dem eigentlichen Marathon war ich zu 100% davon überzeugt nicht zu starten, einfach um nicht weiter in die Verletzung zu laufen. Wie alle Marathonis sind wir ein paar Tage vor dem Highlight an die Marathonmesse, um Startnummern & Co abzuholen. Auch ich natürlich, das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen. Um dann tränenüberströmt mitten in der Halle zu stehen und mich lauthals darüber zu beschweren, dass das doch alles einfach nur unfair ist – schliesslich reden wir hier über meinen Traum den New York Marathon zu laufen!

Mit viel Zugerede und Unterstützung der gesamten Lauftruppe (danke Leistungsdiagnostik Freiburg und Lörrach) hatte ich mich dann entschieden, wenigstens an den Start zu gehen. Dieses Feeling muss man erlebt haben (so wurde ich zumindest geködert 🙂 ). Na dann, noch schnell ein paar Laufschuhe und Gels gekauft und fertig war mein ungetestetes Marathon-Outfit :D.

Was kann ich sagen? Eine der besten Entscheidungen meines Lebens! Wahnsinniges Gefühl den Start in New York zu erleben, die Nationalhymne zu hören und den Startschuss fast zu spüren. Ab km 2 hat der Oberschenkel gezwickt und ich bin einfach von Kilometer zu Kilometer gelaufen. Wäre der Schmerz schlimmer geworden, mein U-Bahn Abo hatte ich brav dabei 🙂 Aber nein, der Schmerz hat und hat nicht stärker werden wollen, dass ich dann bei km 30 ganz still und heimlich angefangen habe an ein Finish zu glauben… Ab km 35 hat dann einfach alles weh gemacht, aber das gehört ja auch irgendwie dazu 🙂 Wenn ich diese Zeilen schreibe, kann ich es immer noch nicht glauben, dass ich mit Bestzeit nach 4:18 heulend ins Ziel gelaufen bin – ich habe es geschafft nicht einmal langsamer zu werden! Das Glücksgefühl hält bis heute an und ist fester Bestandteil meiner mentalen “Du schaffst das” Strategie geworden!

Warum schreibe ich das hier überhaupt? Ich bin der Überzeugung, dass unser Kopf unglaublich viel Einfluss auf das Abrufen unserer Leistung an Tag X haben kann, sowohl positiv als auch negativ. Ehrlich gesagt, hatte ich bis jetzt eher die negative Konsequenz von Druck kennengelernt. Die Erfahrungen von New York sind für mich ein grossartiges Beispiel dafür was es heisst “Kopf ausschalten und einfach laufen lassen”.

Danke New York, dass ich das mit euch erleben durfte! Und danke an Beat, der nie die Hoffnung in mich verliert, sowie an alle Marathonis mit denen ich dieses Lauferlebnis teilen durfte.

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