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Challenge Davos

Eine Challenge im wahrsten Sinne des Wortes. Es scheint, als klebt das schlechte Wetter förmlich an der Challenge Davos.

In dieser Ausgabe wurde am Morgen von einem Triathlon auf einen Duathlon umentschieden. Differenz Aussentemperatur zu Wassertemperatur war zu tief. Ich denke niemand war traurig über diesen Entscheid der Organisatoren!

Dass es superkalt sein wird an diesem Tag, vor allem über den Flüelapass mit knapp 2400 Meter Höhe, hat sich bereits Tage zuvor abgezeichnet. Entsprechend mit vielen Kleidern wurde angereist. Check-in erfolgte sogar noch bei bisschen Sonnenschein, die Vorhersage hat zumindest für den Bikesplit noch trockenes Wetter vorausgesagt…. hat…. Denn schon 15 Minuten vor dem 4km Lauf um den Davosersee, als Ersatz fürs Schwimmen, begann es zu regnen. Ein Deja-vu zur 2020 Ausgabe zum Glück diesmal ohne Blitz und Donner.

Nach kurzem Lauf in die T1, alles anziehen was nur geht (Handschuhe und Regenjacke für die Abfahrt war obligatorisch), ging es ab aufs Rad und hoch auf die Flüelastrasse. Der erste Anstieg war zumindest für mich noch angenehm, da es nur leicht regnete und auch der Wind noch ok war. Die Abfahrt nach Susch war bis kurz vor Ende komplett nass und entsprechend vorsichtig mussten die Kurven angegangen werden. Schade, sind solche Abfahrten doch eigentlich was vom schönsten und während des Triathlons sogar komplett für die Autos gesperrt.

Unten in Susch angekommen ging mit einer 180 Grad-Wende direkt wieder hoch. Der Blick hoch ins Tal sah so schlecht aus, dass man die Regenjacke gar nicht mehr ausziehen musste. So war es dann auch. Die ersten paar Kurven noch trocken, dann eisiger Wind und Regen. Das änderte sich dann je höher man kam in Graupel und Schnee. Auf der Abfahrt zurück nach Davos meinte es der Wettergott dann noch schlechter. Starkregen und teilweise Hagel, einziges Ziel war noch heil runterzukommen. Was mir glücklicherweise gelang, leider aber nicht allen Teilnehmern.

Als Eisklotz ging es in T2. Meine Beine waren aufgrund der Kälte so verkrampft, dass ich nicht mal mehr zu meinem Beutel rennen konnte. Einfache Mechanismen funktionierten mit den Händen auch nur schwerfällig (z.B Beutel öffnen). Zum Glück war der Kopf auch eingefroren, so überlegte ich mir nicht wirklich, wie nun der anstehende Lauf gehen soll 😊 Nach 7 Minuten slow-motion Transition war dann endlich mal alles bereit.

Der Lauf hatte es auch entsprechend in sich. Eine 5 km Runde bestand aus der hälfte Trail mit einem bissigen Anstieg zu Beginn, inklusive Treppen laufen über eine – extra für uns erstelle mobile Brücke – damit die Strasse sicher passiert werden kann, zurück auf Asphalt zum Stadion.

Irgendwie liefen die Beine noch, auch wenn die erste Runde sehr hart war. Kopf abschalten und einfach noch finishen so gut es ging war das Ziel. 3 km vor Ende habe ich dann doch mal noch die Uhr angeschaut und gesehen, dass sogar noch ein Sub 5 möglich wäre. Die gefundene Motivation genutzt und noch ein „Finish-Fast“ versucht was mir gelang und die 4 noch knapp stehen blieb.

Diese Challenge war eine harte Nuss und hat uns alles abverlangt. Doch mit dem Zieleinlauf kommt auch sofort wider die Freude zurück – und auch bei solchen Wettkämpfen gibt es im Nachhinein doch auch die eine und andere positives Erfahrung, die man mitnehmen kann 😊

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